Informatik am Goethe-Gymnasium

"In der Informatik geht es genauso wenig um Computer wie in der Astronomie um Teleskope."

 

(Edsger Dijkstra, 1930-2002)

 

 

Quelle: Gerd Altmann / pixelio.de
Quelle: Gerd Altmann / pixelio.de

Wenn man sich etwas unter dem Unterrichtsfach "Informatik" vorstellen soll, denken viele zunächst an "mit dem Computer umgehen lernen (also Internet, E-Mail, Textverarbeitung verwenden können) ", andere an "Programmieren lernen".

Beides hat seine Berechtigung, Informatik ist aber noch viel mehr! Neben Datenbanken, Automaten und Komplexitätstheorie gehört auch Datenschutz und Datensicherheit zu den wichtigsten Themen des Informatikunterrichts.

 

Quelle: Dieter Schütz / pixelio.de
Quelle: Dieter Schütz / pixelio.de

Klassen 5 bis 9:

 

Informationstechnische Grundbildung (als Teilgebiet des "normalen" Unterrichts)

Im regulären Unterricht wird z. B. die Informationsrecherche im Internet und die anschließende Präsentation eines Referats mit Hilfe von Powerpoint /Impress geübt (etwa in Geographie, Religion, Englisch).

 

 In Mathematik wird mit Dynamischer Geometriesoftware gearbeitet, sprachliche Fächer verwenden z.B. Online-Vokabeltrainer. Darüber hinaus finden seit 2010 Methodentage zur Textverarbeitung in den Klassen 7 statt: Dabei werden die Grundlagen von Textverarbeitungsprogrammen an einem ganzen Schultag erläutert und eingeübt. Nicht zuletzt erhalten die Klassen 5 eine Einführung in Tabellenkalkulationen, auf die z. B. im Mathematikunterricht aufgebaut werden kann.

Im AG-/WU-Bereich werden mehrere Arbeitsgruppen angeboten, die sich in den letzten Jahren z. B. mit dem Bau und der Programmierung von Robotern oder Solarautos, mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulationen, Präsentationen und der Computernutzung allgemein sowie mit der Programmierung in verschiedenen Einstiegssprachen (Robot Karol, Java-Hamster, Scratch, Python) beschäftigt haben.

Quelle: Dieter Altmann / pixelio.de
Quelle: Dieter Altmann / pixelio.de

Oberstufe:

 

Derzeit findet in der E-Phase (früher Jahrgangsstufe 11) zunächst eine Wiederholung der Benutzung von Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen statt. Je nach Interesse werden dann html-Webseiten programmiert, Binärzahlen und deren Darstellung im Rechner behandelt, (Getränke-) Automaten analysiert, Datenbanken behandelt oder tatsächlich schon Programme geschrieben. Außerdem werden von den Kursteilnehmern Referate gehalten, die sich z. B. mit Themen der Informatik beschäftigen. Dadurch werden grundlegende Präsentationstechniken wiederholt und gleichzeitig ein Überblick über die Vielseitigkeit der Informatik gegeben (die sich eben nicht nur mit Computern beschäftigt).

 

In der Q-Phase (früher Jahrgänge 12/13) wird mit Hilfe von Java programmiert: Dabei werden die grundlegenden Programmierkonzepte und -konstrukte behandelt, wie z. B. Such- und Sortieralgorithmen, Felder und Listen sowie iterative und rekursive Programmierung. Im Halbjahr Q3 (früher 13.I) fertigt jeder Teilnehmer ein größeres Softwareprojekt an, das auf dem behandelten Grundlagenwissen aufbaut und dieses vertieft.

 

Wer durch die gesamte Oberstufe hindurch Informatik belegt hat, kann Informatik als mündliches Prüfungsfach wählen. Die vergangenen Prüfungen haben gezeigt, dass man bei konstanter und guter Mitarbeit im Unterricht auch im Abitur gute bis sehr gute Leistungen erbringt. Wer sich allerdings vom guten Sitznachbarn alles vorprogrammieren lässt, wird im Unterricht leider bereits nach wenigen Wochen den Anschluss verlieren. Mitarbeit zahlt sich also aus!

 

Berufschancen

 

Nach einer Mitteilung des Verbands BITKOM (Mai/Juni 2010) gibt es rund 20.000 offene Stellen in der IT- und Telekommunikations-Branche. Laut einer Studie der EU werde die Nachfrage nach IT-Experten in den nächsten Jahren beständig über dem Angebot liegen.

(Quelle: http://www.bitkom.org/de/themen/54633_63807.aspx)

Die Aussichten stehen also gut, mit Informatik einen guten Job zu bekommen!