Geography

«Es ist nichts, was den geschulten Verstand mehr kultiviert und bildet, als die Geographie.»

 

Immanuel Kant soll mit diesen Worten die Geographie geadelt haben. Die Heimat und ihre Probleme sind nur zu verstehen, wenn man auch den Blick für die Welt und ihre Probleme frei hat. Wirtschaftliche und natürliche Prozesse halten sich kaum oder gar nicht an Grenzen und jungen Menschen muss einsichtig werden, dass sie ihren eigenen Raum nicht begreifen können, wenn sie ihn isoliert betrachten. In der Geographie laufen alle wichtigen Fragen der Menschheit zusammen, sie zu verstehen kultiviert und bildet wahrhaftig.

«Warum Geography ?»

 

Gerade in einer „Welt“-Wissenschaft wie der Erdkunde bietet es sich an, die immanente Internationalität durch die Verwendung von Englisch als Arbeitssprache hervorzuheben. Die Erdkunde befasst sich mit der Vernetzung internationaler Räume und Strukturen; Grenzen kultureller oder wirtschaftlicher Art werden quasi jede Stunde mehrfach und mühelos überwunden. Zudem geht es darum zu verstehen, warum unsere Welt aussieht, wie sie aussieht, so z. B. bei der Frage nach Erdbeben, Vulkanen, Bergen und Ozeanen aber auch im Zusammenhang mit der „Menschheitsfrage“ Klima und Klimaveränderungen. Gerade bei den letzteren physisch-geographischen Themenbereichen wird die Bearbeitung von Problemen in der eigenen Sprache fast bedeutungslos, da diese Themen die ganze Welt betreffen und somit die Wissenschaftssprache Englisch im Grunde erste Wahl ist.

«Wann und in welcher Form wird die englische Sprache eingesetzt?»

 

Der Grundsatz, dass die englische Sprache immer dort eingesetzt wird, wo sie auch sinnvoll ist, gilt für unseren bilingualen Erdkundeunterricht in ganz besonderem Maße.
Der Unterricht in der Sekundarstufe I wird komplett auf Englisch durchgeführt. Gerade hier kann die Geographie ihren weltumspannenden Ansatz durch den Einsatz der „Wissenschaftssprache“ Englisch besonders zur Geltung kommen lassen: die Themen befassen sich mit der grundsätzlichen Orientierung auf der Erde, in der Heimat und auf Karten, sowie mit sozioökonomischen Prozessen in verschiedenen Ländern und physisch-geographischen Phänomenen. Zudem müssen auch große Projektarbeiten inklusive Präsentation in einem Halbjahr bewältigt werden (Klasse 8/II).
Deutsch wird nur insofern eingesetzt, als den Schülern bestimmte Begriffe auch auf Deutsch verfügbar sein sollen.
In der Sekundarstufe II (Klassen 10 – 12) wird nur in einem Halbjahr Deutsch als Unterrichtssprache verwendet, da hier die Raumstruktur Deutschlands behandelt wird.