Ausflug nach Eisenach: ein Schülerbericht

Ausflug der 8e nach Eisenach

 

Da wir im Geschichtsunterricht über das Mittelalter sprechen und in Religion über die Reformation und Martin Luther, dachten unsere Lehrerinnen, es sei eine gute Idee, mal einen Ausflug nach Eisenach zu machen.

Dieser fand an einem kalten Freitag im November statt und begann mit einer eineinhalbstündigen Zugfahrt. Am Bahnhof in Eisenach wurden wir von einer Reiseleiterin erwartet. Sie führte uns zwei Stunden lang durch die Stadt. Unser erster Stopp war die Lutherstatue am Karlsplatz. Hier konnten wir Szenen aus Luthers Leben sehen.

Gegenüber dem Karlsplatz sahen wir das einzige noch erhaltene von ehemals fünf Stadttoren. Die Tore gingen im Mittelalter in alle Himmelsrichtungen und zur Wartburg. Vier dieser Tore wurden aber wegen Platzmangels im 19. Jahrhundert abgerissen und weil die Leute früher nicht wussten, dass alte Bauwerke erhaltenswert sind.

Der nächste Halt war der Marktplatz, wo die Eisenacher Elle am Rathaus angebracht ist. Daneben war ein Metallring, an den Marktweiber angebunden wurden, wenn sie gegen die Marktregeln verstoßen hatten.

Danach haben wir ein altes Kloster besucht, das jetzt als Schule genutzt wird. Ab dem Zeitpunkt wurde es irre kalt an den Füßen. Im mittelalterlichen Verließ lief es uns dann auch noch eiskalt den Rücken herunter. Hier war ein Mann sieben Jahre im Dunkeln eingesperrt. Seine Familie musste ihn ernähren. Eine Toilette gab es nicht.

Nach einem kurzen Fußmarsch hielten wir an einem Flüsterbogen, den wir selbst ausprobieren durften. Dann ging es in die Nikolaikirche. Hier hat die Familie Bach über mehrere Generationen musiziert, Johann Sebastian aber nur zehn Jahre.

Nach unserer Stadtführung hatten wir eine Stunde Verschnaufpause. Schließlich lösten wir noch Rätsel im Lutherhaus, kauften bei Edeka ein und fuhren nach einem schönen Tag in Eisenach wieder nach Hause.

 

Elaph und Mika (8e)