Bundessieger "Jugend trainiert für Olympia"!

 Ein Bericht von Svea Hellemann

 

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“. So ausgelassen war die Stimmung, als wir am 26.04.2016 mit dem ICE nach Berlin fuhren, um für Hessen im Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ zu turnen. Nach ca. vier Stunden Fahrt kamen wir endlich in Berlin an. Der erste Eindruck von Berlin hat uns alle umgehauen, obwohl einige von uns schon mal da gewesen waren. Nachdem wir kurz in die Jugendherberge gefahren waren, um unsere Koffer abzustellen, gingen wir zur Hessischen Landesvertretung. Dort wurden alle, die Hessen in Berlin vertraten, vorgestellt. Rica Leinwather und Leonie Kurz trugen einen kleinen Text vor. Das Essen dort war sehr lecker (Pommes, Burger, Schnitzel, Eis …). Mit vollen Bäuchen fuhren wir wieder in die Jugendherberge und packten noch unsere Koffer aus. Sehr beeindruckt von den Erlebnissen des ersten Tages schliefen wir schnell ein.

 

Frühstück gab es jeden Morgen um 8.30 Uhr. Nach dem Frühstück schauten wir uns den Wettkampf an, den wir nächstes Jahr vielleicht turnen werden. Danach fuhren wir direkt in die Stadt und schauten uns das Brandenburger Tor und die Siegessäule an. Von der Siegessäule wünschten wir uns, dass wir bei dem am folgenden Tag stattfindenden Wettkampf gute Leistungen bringen werden. Danach waren wir noch in vielen Souvenir-Shops und am Abend aßen wir schön im Vapiano.

 

Gut gestärkt und früh im Bett waren wir bestens auf den nächsten Tag vorbereitet, den Wettkampf-Tag! Unsere Schule wurde im Gegensatz zu vielen anderen Schulen von zwei Mannschaften im Bundesfinale vertreten. Eine Jungenmannschaft, in der Sven Nesnov, Mimi Eiser, Tabea Preuß, Nepomuk Paul und Samuel Hennek turnten und eine Mädchenmannschaft mit Lena Rusic, Leonie Kurz, Ria Heckmann, Rica Leinwather und Svea Hellemann.

 

Wir waren sehr aufgeregt, aber gut gelaunt. Um 12 Uhr begann dann endlich der Wettkampf. Es war alles wie im Traum. Die Jungenmannschaft begann mit der Gerrätebahn B (Balken, Boden und Barren). Die Mädchenmannschaft begann mit den Sonderprüfungen (Stangenklettern und Dreisprung). Die Trainer unserer beiden Mannschaften waren Hans Matzner und Michaela Mendra.

 

Bei den Jungen lief es bei der ersten Bahn gut. Die Mädchenmädschaft hatte leider zu Beginn etwas Pech, weil Rica Leinwathers dritter Sprung nicht gezählt wurde. Das war ein Schock, da Rica die beste Weitespringerin von und war. War jetzt schon alles vorbei? Die Stimmung war erst einmal am Boden. Wir motivierten uns und versprachen uns gegenseitig, dass jeder sein Bestes geben und nicht aufstecken wird.

 

Die Jungen verpatzten leider die Synchronbahn. Trotzdem erreichte die Jungenmannschaft einen sehr guten 6. Platz. Die Mädchenmannschaft turnte ruhig weiter und konnte beim Sprint noch die Führenden überholen. Vielleicht würde es ja reichen, um sogar auf das Treppchen zu kommen.

 

 Die Siegerehrung verfolgten wir mit Spannung. Die Platzierungen wurden von hinten nach vorne aufgerufen. Bei der Nennung des vierten Platzes waren wir total glücklich und als dann der dritte und zweite Platz auch nicht nach Hessen ging, konnten wir kaum glauben, was wir hörten. „Sieger des Bundesfinales Jugend trainiert für Olympia 2016 ist das Goethegymnasium aus Kassel in Hessen“. Unsere Trainer und wir waren kurz sprachlos, dann war die Freude aber riesengroß. Wir hatten alles gegeben und alles gewonnen. BUNDESFINALSIEGER !!! Damit hatten wir nicht gerechnet. Unsere Trainerin, Michaela Mendra, hatte sogar ein paar Tränen in den Augen.

 

 Am Abend feierten wir noch ein bisschen auf den Zimmern. Was für ein überwältigendes Gefühl: BUNDESFINALSIEGER!

 

Auch am nächsten Tag waren wir noch alle richtig happy. Wir gingen dann in das Museum „The story of Berlin“. Dort war es sehr spannend. Als erstes machten wir ein Quiz und danach gingen wir mit einem Reiseführer, der einen französischen Akzent hatte, in den zweitgrößten Bunker Berlins (Platz für 3592 Personen). Insgesamt gab es 22 Bunker in Berlin. In den Bunkern gab es keine Spiegel, da sie zerbrechen und sich die Menschen untereinander mit den Scherben verletzen könnten. Es gab keine abgeschlossenen Toilettenräume, damit sich keiner unbemerkt dort umbringen konnte. Der Bunker wurde nie benutzt und auch nicht getestet.

 

Nach der Führung gingen wir wieder in die Stadt und machten einen Fahrrad-Trip auf einem 6-er Fahrrad. Es machte richtig Spaß. Danach mussten wir wieder in die Jugendherberge, um uns für die Ehrung und die Party im Anschluss umzuziehen. Die Ehrung war sehr schön. Erst jetzt begriffen wir richtig, dass wir gewonnen hatten. Rica ging auf das Podest und nahm die Urkunde und den Pokal entgegen. Zwischen den Ehrungen waren auch immer kleine Auftritte, die sehr spannend und schön waren.

 

Die Party war aber irgendwie das Beste an dem Abend. Wir konnten richtig feiern. Es wurde gesungen und getanzt. Es war echt toll. Leider war die Party bereits um 23.00 Uhr vorbei. Am Abend packten wir schon unsere Sachen, damit es am nächsten Morgen nicht so knapp werden würde. Am Morgen waren wir alle noch sehr müde, doch auch die Müdigkeit konnte uns nicht am Shoppen hindern. Wir waren noch im Primark und DM. Dann aber ging es zum Bahnhof und die schöne Zeit in Berlin ging dem Ende zu. Am Bahnhof gingen wir noch ins Dunkin Donuts und zu einem Bäcker. Dann stiegen wir in den ICE ein und fuhren die ganzen vier Stunden wieder zurück nach Kassel.

 

Am Bahnhof in Kassel empfingen uns unsere Eltern mit Kindersekt, Rosen und einem Plakat. Auch Herr Simshäuser war dort und gratulierte uns Sportlern und den Trainern zu unserem Erfolg.

 

Die Woche in Berlin war eine wunderschöne Zeit, die wir nie vergessen werden. Es ist schade, dass sie schon so schnell vorbei ging. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr vielleicht wieder nach Berlin reisen dürfen.