Goethe im Fußballfieber

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Goethe im Fußballfieber

 

von unserer Redakteurin Maria Kalinina (21.02.2012)

 

Die Emil-Junghenn-Halle im Kasseler Stadtteil Weserspitze ist gefüllt von Adrenalin, leidenschaftlichen Zuschauern und einer nervös angehauchten Atmosphäre auf dem Feld: Fußballtalente kämpfen wieder einmal um den ersten Platz beim Oberstufenturnier.

Goethe I-Spieler Steffen Friedrich (r.) beim Torschuss
Goethe I-Spieler Steffen Friedrich (r.) beim Torschuss

Die Teams bestehen aus auserwählten Kickern, die Spaß am Spiel und den Willen zum Sieg haben. Sie kommen aus sämtlichen Schulen unserer Stadt und auch aus angrenzenden Gemeinden. So dribbeln in der fünften Stunde zunächst das gelbe Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium Herzberg, die schwarze Freiherr-von-Stein-Schule Hessisch Lichtenau und dann auch das Goethe-Gymnasium in blau über den Hallenboden.

 

In den Blicken der Spieler liegt tiefste Konzentration und ihre Schuhe quietschen beim Rennen. Je mehr Zeit vergeht, desto angespannter kommt mir die Verfassung der Anwesenden vor. Es scheint eine ganze Weile vergangen zu sein, als ich schließlich auch vertraute Gesichter auf dem Spielfeld sehe. Alles ganz schön temporeich!

 

Vor ihrem Spiel wärmen sich die Jungen durch Joggen und ein bisschen Krafttraining auf. Das Bemerkenswerte an ihnen ist, dass sie im Gegensatz zu den anderen Mannschaften nicht im Geringsten den Anschein erwecken, unruhig oder fieberhaft zu sein. Sie beobachten kühl das Geschehen um sich herum und haben dennoch hier und da ein sympathisches Lächeln auf dem Lippen.

Um 12.30 Uhr ist es soweit: Das zweite Team des Goethe-Gymnasiums spielt gegen die Albert-Schweitzer-Schule. Eine positiv-stressige Stimmung liegt in der Luft. Das Interesse der Augenzeugen steigt mit jedem Schuss, dem manchmal leider auch ein Foul folgt.

 

Plötzlich bringt einer der Spezialisten den Ball zunächst geschickt in sein Revier, holt weit aus und schießt die Lederkugel letztendlich voller Energie ins Tor! Die Zuschauer sind begeistert, jubeln und klatschen. Bis zum Abpfiff ändert sich nichts am Spielstand.

 

Der nächste Wettkampf verläuft ebenfalls glücklich für uns: Nach der sechsten Stunde steht es beim Konkurrieren mit der Freiherr-vom-Stein-Schule 3:0 für die Goethe-Kicker aus dem ersten Team.

 

Nachdem der dritte Treffer gefallen ist, befrage ich unseren Sport- und Powi-Lehrer, Herrn Müller, der unsere Schulmannschaft trainiert, zum Turnierverlauf:

 

Welche Siegchancen haben Sie sich ausgerechnet?

Wir haben sehr gute Chancen zu gewinnen, sofern wir strebsam und ohne Überheblichkeit spielen. Viele der Jungen sind gute Fußballer, aber sein Können vor dem Publikum zu zeigen ist wiederum eine ganz andere, neue Herausforderung. Es ist wichtig, dass wir konzentriert bleiben


Nach welchen Kriterien wurde das Team zusammengestellt?
Ich betreue das Team schon seit vielen Jahren. Somit hat sich bei mir ein Auge für die spezielle Fähigkeit des Einzelnen entwickelt. Die heutigen Spieler sind über ein Casting ausgesucht worden. Als die anderen Schüler ihren freien Tag genießen durften, haben sich unsere Jungs in dieser Halle getroffen und trainiert.

 

Wer ist der größte Konkurrent unserer Mannschaft?
Die Lichtenbergschule, die Herderschule, und die Friedrich-List-Schule. Das sind drei sehr starke Gegner.

 

Vielen Dank für das Interview. 

Das Spiel gegen die Freiherr-von-Stein-Schule Hessisch Lichtenau endet schließlich 5:0. Beide Goethe-Teams qualifizieren sich für das Viertelfinale und müssen gegeneinander antreten. Eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung führt letztendlich zu einem 4:0 Sieg des zweiten Goethe-Teams über das erste.

 

Im darauffolgenden Halbfinale wiederfährt der zweiten Mannschaft eine ähnliche Situation gegen die Herderschule, die sich mit 3:0 durchsetzen kann. Die Herderschule gewinnt zum Schluss auch das Finale knapp mit 1:0 gegen die Edertalschule. Unsere zweite Mannschaft kommt auf den dritten Platz.

 

In der Gruppenphase hatte besonders das erste Goethe-Team einen Gegner nach dem anderen abgefertigt (Torverhältnis 17:2). Die Enttäuschung über das frühe Ausscheiden war den Spielern daher deutlich anzusehen. Daran konnte auch Nasuf Zukorlic aus der Klasse 13 mit dem wiederholten Gewinn der Torjäger-Trophäe nichts ändern. Er schoss sieben Tore in fünf Spielen. 

Gewinnerteam 2012 – die Herderschule
Gewinnerteam 2012 – die Herderschule